Vom Eigenbetrieb der Stadt Wiesbaden zur Aktiengesellschaft: 75 Jahre ESWE Versorgungs AG im Überblick Teil I (1930 - 1945)

1930 (30.04.)

Das Stadtparlament beschließt die Umwandlung des städtischen Eigenbetriebs "Wasser- & Lichtwerke" in eine Aktiengesellschaft.

1930 (06.05.)

Wasserwerksdirektor Christian Bücher wird zum Generaldirektor der AG bestellt.

1930 (13.05.)

Eintragung der Firma "Wasser-, Elektrizitäts- und Gaswerke Wiesbaden Aktiengesellschaft (WEGWAG)" in das Handelsregister.

1931 (28.02.)

Die Stadt Mainz und die WEGWAG gründen die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden Aktiengesellschaft.

1931 (01.04.)

Die KMW übernimmt die Stromerzeugung für Mainz und Wiesbaden.

1932 (01.05.)

Die KMW übernimmt die Mainz/Wiesbadener Gaswerke.

1932 (26.10.)

Stilllegung des Wiesbadener Gaswerks.

1933 (30.01.)

Mit der "Machtergreifung" beginnt die Nazi-Diktatur. Verfolgung und Entlassung der politischen Gegner unter der WEGWAG-Arbeitnehmerschaft (Betriebs- und Aufsichtsräte, Gewerkschafter).

1933 (Januar)

Die WEGWAG erwirbt das Alte Rathaus als Verwaltungssitz und "Werbestelle" sowie die Gebäude neben der Feuerwache in der Neugasse für Verwaltungsabteilungen.

1937 (Juli)

Der Rechnungshof empfiehlt Zusammenschluss der Wiesbadener Versorgungs- und Verkehrsbetriebe.

1939 (September)

Christian Bücher entwickelt ein Konzept für Stadtgasbetrieb der Omnibusse, die 1929 die Straßenbahn aus der Innenstadt verdrängt hatten (jetzt bestand Treibstoffmangel!).

1942 (28.04.)

Die WEGWAG erwirbt die städtischen Verkehrsbetriebe (Bus- und Straßenbahnbetrieb, Nerobergbahn) durch Kauf und firmiert seitdem als "Stadtwerke Wiesbaden Aktiengesellschaft".

1943 (01.04.)

Die Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft, die seit 1896 die Wiesbadener "Elektrische" betrieb, veräußert ihren Restbestand anteilig an Mainz und Wiesbaden. Auf den Straßenbahnlinien 6 und 9 entsteht ein Mainz-Wiesbadener Gemeinschaftsbetrieb, der "Keimzelle" des heutigen Verkehrs-Verbundes Mainz-Wiesbaden (VMW).

1944

Die Luftangriffe auf Wiesbaden häufen sich.

1945 (02.02.)

Großangriff. Zahllose Schäden an den Versorgungsleitungen und -anlagen.

1945 (09.03.)

Ein Bombenteppich trifft den Omnibusbetriebshof (29 Tote). Einstellung des Bus- und Straßenbahnbetriebs.

1945 (18.03.)

Mit der Kaiserbrücke fliegt die KMW-Gasversorgungsleitung für Wiesbaden in die Luft.

1945 (März)

Reaktivierung des Wiesbadener E-Werks.

1945 (27.03.)

Christian Bücher erreicht von Oberst Zierenberg, dem letzten "Kampfkommandanten von Wiesbaden", einen Befehl, der die Versorgungsanlagen im Stadtgebiet vor der Zerstörung durch die Wehrmacht bewahrt.

1945 (08.03.)

Amerikanische Truppen ziehen ungehindert in die Stadt ein. Der Wiederaufbau kann beginnen.
Der Vorstand rechnet mit über 2 Mio. Tagwerken zur Beseitigung der Kriegsschäden.

75 Jahre ESWE Versorgungs AG im Überblick Teil I (1930 - 1945)
75 Jahre ESWE Versorgungs AG im Überblick Teil II (1945 - 1975)
75 Jahre ESWE Versorgungs AG im Überblick Teil III (1975 - 2005)