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FAQs zur Meldung von Gasnetzstilllegungen

Plant ESWE ein ähnliches Vorgehen wie Mannheim - also ein Aus des Gasnetzes bis 2035, wie in der BILD berichtet?

Nein. Es gibt aktuell keine Pläne für eine kurz-/mittelfristige Stilllegung unseres Gasnetzes. Wir halten am Grundsatz fest: Versorgungssicherheit hat oberste Priorität. Jede Veränderung erfolgt auf Basis der kommunalen Wärmeplanung und wird sorgfältig vorbereitet. Richtig ist: Zukünftig wird die Wärmeversorgung klimafreundlicher - entweder durch Strom, Wärmenetze oder grüne Gase. Alle Veränderungen werden rechtzeitig kommuniziert.

Bedeutet das, dass Gas keine Zukunft mehr hat?

Gas bleibt insbesondere bis 2045 wichtig - aber es wird grüner. Die Zukunft liegt in klimaneutralen Gasen wie Biomethan, synthetischem Methan und Wasserstoff. Das bestehende Gasnetz wird sich dabei auf die Bereiche konzentrieren, in denen die dezentrale Versorgung mit „grünen“ Gasen eine wirtschaftliche Lösung darstellen wird.

Warum ist in manchen Städten von einem „Gasnetz-Aus“ die Rede?

Solche Schlagzeilen greifen zu kurz. Aktuell werden in Deutschland rund die Hälfte aller Wohnungen mit Gas beheizt, und die Gasinfrastruktur spielt nach wie vor eine zentrale Rolle in der Energieversorgung. Gleichzeitig gibt es langfristige Pläne, den Einsatz von fossilen Brennstoffen wie Erdgas zu reduzieren, um die Klimaziele zu erreichen. Diese Pläne umfassen auch Überlegungen, Gasnetze in einigen Regionen stillzulegen, vor allem dort, wo klimafreundliche Alternativen verfügbar und wirtschaftlich sinnvoll sind und die Versorgungssicherheit durch eine Stilllegung des Gasnetzes nicht gefährdet ist.

Wurden in Deutschland schon einmal Gasnetze stillgelegt?

Nein. 2024 gab es erste Presseberichte zu geplanten Gasnetzstilllegungen, z.B. aus Augsburg und Mannheim. So hat im November 2024 der Netzbetreiber MVV Netze aus Mannheim angekündigt, sich im Stadtgebiet Mannheim bis 2035 aus dem Erdgasnetz für Haushalte und Gewerbe zurückzuziehen - beginnend in Straßen mit doppelter Wärmeversorgung über Gas und Fernwärme.

Wichtig zu wissen: Bislang wurde in Deutschland noch kein Gasnetz tatsächlich stillgelegt. Falls es in Zukunft zu Stilllegungen kommen sollte, werden betroffene Haushalte frühzeitig und mit ausreichend Vorlauf informiert. Zudem werden Alternativen angeboten, um eine sichere und zuverlässige Energieversorgung sicherzustellen.

Wie geht ESWE bei der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung konkret vor?

Die Landeshauptstadt Wiesbaden erstellt eine kommunale Wärmeplanung (KWP) mit dem Ziel, für jedes städtische Gebiet eine sinnvolle, effiziente, sichere und preiswerte Art der künftigen Wärmeversorgung vorzuschlagen (nicht vorzuschreiben!).

ESWE ist in diesem Prozess eng eingebunden.
Wir setzen auf einen Mix aus Technologien und bringen unsere Kompetenz in die Planungen zum Infrastrukturausbau ein.

  • Ausbau der Fern- und Nahwärme,
  • Förderung von Wärmepumpen und Quartierslösungen,
  • sowie die Weiterentwicklung des Gasnetzes für grüne Gase.

Was bedeutet das für Kundinnen und Kunden heute?

Niemand muss sich Sorgen machen. Alle bestehenden Anschlüsse bleiben betriebsbereit. Änderungen werden langfristig angekündigt. Wir betreiben unsere Gasnetze so lange, wie unsere Kundinnen und Kunden Gas beziehen möchten und der Gesetzgeber dies zulässt. Sobald grüne Gase in ausreichender Menge verfügbar sind, werden wir unsere Netze schrittweise darauf umstellen. Kundinnen und Kunden informieren wir frühzeitig und transparent über jede Veränderung.

Wird Heizen mit Gas künftig teurer?

Das hängt von vielen Faktoren ab - von den globalen Märkten, der CO2-Bepreisung und der Verfügbarkeit klimaneutraler Gase. Unser Ziel ist, dass klimafreundliches Heizen auch bezahlbar bleibt. Dafür setzen wir auf Technologieoffenheit und eine schrittweise Transformation. ...und ja, zur Wahrheit gehört auch, dass das Heizen mit Erdgas perspektivisch teurer werden wird!